Blau-Weiß feierte 3x11 Jahre

Wenn Blau-Weiß Geburtstag feiert, dann kommen alle. Der große Saal des Overather Bürgerhauses war rappelvoll. Wie es an einem Geburtstag üblich ist, wurde zuerst gratuliert und dann gefeiert. Als erster Gratulant überbrachte Bürgermeister Andreas Heider die Glückwünsche der Stadt Overath und stellte dann schnell fest: „hier im Saal ist Vilkerath". Er stellte ebenso fest, dass das Tanzcorps „rot-weiß" Blau-Weiß Vilkerath, dass ständig auf hohem Niveau tanzt, ein hervorragender Vertreter der Stadt weit über die Stadtgrenzen hinaus ist.

Die Grüße des BdK-Regionalverbandes Rhein-Berg überbrachte der Vizepräsident Wolfgang Köckerling, er betonte besonders die Jugendarbeit von Blau-Weiß, die der Schlüssel dafür sei, dass das Tanzcorps seit vielen Jahren auf hohem Niveau tanzt. Später ehrte er stellvertretend für das ganze Nachwuchstanzcorps seinen Kommandanten Domenic Wendeler.

Vilkeraths Bürgervereinsvorsitzender Jo Brenner sprach die Glückwünsche des Bürgervereins und aller Vilkerather Ortsvereine aus. Auch er betonte die Nachwuchsförderung des Tanzcorps, dass alle Achtung verdiene.

Das Geschenk der Vilkerather Narren

Eine besondere Form der Gratulation ließen sich die Vilkerather Narren einfallen. Nachdem der Präsident, Frank Siep, bekannte, „wenn ich euch so sehe, dann bin ich stolz eine Vilkerather zu sein", sagte er, dass es keinen besseren Repräsentant für Vilkerath gäbe als Blau-Weiß. Er erinnerte an Ferdi Krux und Hans-Georg Remeth, die jetzt von Wolke 7 säßen und stolz auf uns herabsähen. bevor er darauf hinwies „um so eine lange Zeit diese Leistung zu bringen wie Blau-Weiß, braucht man 33 Jahre Vereinsbekloppte, die die Arbeit machen".

Als Stefan Schattergarn, 1. Vorsitzender der Vilkerather Narren als Zeichen der jahrelangen Verbundenheit der beiden Vereine eine Skulptur, zwei sich haltenden Hände aus Gips, übergab, hatten doch einige Jecken im Saal einen Kloß im Hals.

Dann ging die „Party" richtig los, unser Kommandant Marc-Michael Sidon moderierte die Sitzung auf humorvolle Art und präsentierte dem Publikum als ersten „show-act" die Tanzgruppe der Eltern vom Nachwuchstanzcorps. Sie zeigte den ersten Tanz, den das Tanzcorps bei seinem ersten Auftritt, damals im Vogels Saal, präsentierte. Die Choreographie war etwas abgewandelt, aber der Applaus war bestimmt nicht geringer als damals. Die Eltern hatten auf jeden Fall riesigen Spaß und das Publikum war sofort auf Hochstimmung. Diese wurde dann von den Ratherren aus Unkel weiter angeheizt. Eine Stimmung, die das Nachwuchstanzcorps von Blau-Weiß zu einer Top-Leistung anheizte, die mit der ersten Rakete belohnt wurde.

Nach Blau-Weiß kam Blau-Gold, das Overather Prinzenpaar begleitet vom Elferrat und dem Tambour Korps „Edelweiß Overath", überbrachte seine Glückwünsche und erfreute seine närrischen Untertanen mit dem neuen Prinzenlied „Blau und Gold".

Danach kam wieder mehr Bewegung auf die Bühne, unsere Freunde, das Tanzcorps Steinbrücker Schiffermädchen überbrachten als Geburtstagsgeschenk drei hervorragend vorgetragene Tänze, die vom Publikum mit brausendem Applaus belohnt wurden. Nachdem der erste Vorsitzender Steinbrücker, Helmut Heck, seine Gratulation und die Verbundenheit zwischen den beiden Tanzcorps ausgedrückt hatte, rief Marc-Michael die zwei Schlawiner auf die Bühne, die mit einem gekonnten Zwiegespräch die Jecken begeisterten. Den Jungs der Voiswikeler Prachtgarde, die sich vor einigen Jahren als Männerballett zusammengetan hatten, um einmal auf der heimischen Mädcher-Sitzung auftreten zu können, folgte der absolute Höhepunkt. Das Tanzcorps Blau-Weiß Vilkerath marschierte ein und alle erhoben sich von ihren Plätzen, denn sie wussten, jetzt passiert was ganz „Großes". Und sie wurden nicht enttäuscht, die blau-weißen Tänzerinnen und Tänzer präsentierten „Tänze von einem anderen Stern", denn hier hat man so etwas noch nicht gesehen. Lang anhaltender tosender Beifall und „standing ovation" mit anschließenden Rakete war die Belohnung für die Höchstleistung, die sie soeben erleben durften.

Die Veedelsjunge traten danach auf und kitzelten aus jedem Jecken noch mal das Letzte heraus. In einem „Zwischenspiel" rief unsere Präsidentin, Evelyn Gritzmann, alle Blau-Weißen nach vorne. Melanie Krux-Remeth hatte für das Lied „Du bess die Stadt op die mir all he stonn" einen neuen Text über Blau-Weiß geschrieben, den Dirk Sauer sang und per Beamer, wie beim Karaoke, mit Bildern aus 33 Jahren untermalt, auf die Wand projiziert wurde. Schnell sangen alle mit, schunkelten dazu und mancher einer bekam feuchte Augen.

Abschließend machten die Veedelsjunge noch mal richtig Party und als gegen 00:30 Uhr das Programm endete waren viele viele Jecken begeistert, schade fanden sie nur, dass sie jetzt wider 11 Jahre warten müssen. Bis weit in den Morgen unterhilet Manuel Henkelmann noch die zahlreichen ausdauernden Jecken. Einen Satz bekam man an diesem Abend oft zu hören: „Dat hat ihr joot gemaat, un alles ümesöns"

Mehr Bilder vom Jubiläumsfest sind in unserer Galerie zu finden.... Zur Galerie

Peter Limbach
Pressesprecher

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Letztes Update dieser Seite:  3. März 2009